Brüssow

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Stadt Brüssow - Ortsteil der Gemeinde Stadt Brüssow

 

Aktuelle Einwohnerzahl (Hauptwohnung) Stand 01.01.2018:    953

 

Brüssow liegt am Ostrand des sogenannten Brüssower Schildes, einer kuppigen zum Teil recht bewegten Grundmoränenlandschaft mit fruchtbaren schweren Böden zwischen Uecker- und Randowtal. In Brüssow hat sich das Handwerk stark entwickelt. Wir finden Friseure, Rundfunk- und Fernsehmechaniker, Elektroinstallation, Tischlerei sowie Klein- und Kleinstunternehmen mit deren Dienstleistungs-, Handels- und Landwirtschaftsbereichen. Die Gemeinde Stadt Brüssow hat mit ihren Orts- und Gemeindeteilen 2.315 Einwohner und ist seit 1992 Sitz des Amtes Brüssow. In einem Buch von Daniel Cramer aus dem Jahre 1628 wurde berichtet, dass Brüssow bereits 1190 neben Anklam, Penkun, Freienwalde, Grimme und Pasewalk erbaut wurde. Um diese Zeit mag in Brüssow auch eine Befestigung angelegt worden sein, in der Mitte zwischen Prenzlau und Stettin gelegen, und von der Lage sehr günstig. Diese damalige Befestigung muss dort gelegen haben, wo sich heute eine Erhebung mit Turmresten befindet. Nachdem man Prenzlau gegründet hatte, überließ man das Anlegen der Stadt Brüssow einem der Lehnsherren des brandenburgischen Markgrafen, dem Ritter Heinrich von Stegelitz. Der Ritter Heinrich von Stegelitz erschien im Gefolge des Markgrafen Johann in der Uckermark und gründete die Stadt Brüssow. In der Urkunde vom 10. Januar 1259 wurden dem Ritter Heinrich von Stegelitz alle Rechte und damit die Grundherrschaft nebst der Gerichtsbarkeit über das gesamte Stadtgebiet von Brüssow überlassen. Wann die Familie der Stegelitz ihre Herrschaft in Brüssow beendete, ist nicht genau bekannt. In einer Urkunde vom Jahre 1449 wird bereits die Familie Ramin als Lehnsherr von Brüssow erwähnt. Unter den Ramins fällt Brüssow auch wieder unter brandenburgische Herrschaft. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts war das Gut im Besitz des preußischen Staates und zuletzt Erbhof des Generalfeldmarschalls August von Mackensen. Die Narben des II. Weltkrieges sind nie ganz verblasst. Infolge der Kampfhandlungen wurde 1945 die Bebauung des Marktes zerstört und nicht wieder aufgebaut. Mit der Verwaltungsreform in der DDR 1952 kam Brüssow zum vorpommerschen Kreis Pasewalk und gehört seit dem 01. August 1992, nach dem Willen der meisten Bürger, wieder zum Land Brandenburg. Das Gebiet von Brüssow war nicht erst seit der Stadtgründung von 1259 besiedelt. Wann sich in unserem Raum Menschen niederließen, lässt sich heute nicht genau bestimmen. Fest steht aber, dass um die Wende von der mittleren zur jüngeren Steinzeit, das heißt etwa 6000 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung, unser Raum besiedelt war. Warum gerade Brüssow von den deutschen Einwanderern in Anbau genommen wurde, lässt sich vielleicht im folgenden erklären. Dr. E. Schwartz schrieb dazu: Aus der Urkunde von 1237 wissen wir, dass von Stettin nach Prenzlau eine königliche Straße verlief, eine „via regia“. Diese Straße muss über Brüssow gelaufen sein, denn dieser Wegezug stellt sich nach den geographischen Verhältnissen als die gegebene Verbindungslinie zwischen der Mündung der Oder in das Haff und der Nordspitze des Uckersees dar, wo die Verkehrslinien durch die Uckermark ihren natürlichen Schnittpunkt fanden. An derartigen wichtigen Straßen wurden in gewissen Abständen Befestigungen errichtet, von denen aus der Straßenfriede geschützt wurde. Eine solche Befestigung mag nun auch um 1190 in Brüssow angelegt worden sein. Diese Befestigung muss auf dem Hügel neben dem ehemaligen Gutshaus gelegen haben. Bei Grabungen auf diesem Hügel stieß man in den siebziger Jahren auf altes Mauerwerk eines Turmes.

Am 31.12.2001 schloss sich die ehemals selbstständige Stadt Brüssow mit ihren Gemeindeteilen und anderen Gemeinden zur neuen Gemeinde Stadt Brüssow zusammen und ist seit dem ein Ortsteil von Brüssow.

 

Blick vom zukünftigen Aussichtsturm

 

Badeanstalt

 

Anmeldung Campingplatz und Mehrzweckgebäude

 

Freilichtbühne Brüssow

 

Kleiner Brüssower See

 

Bildhauer Volkmaar Hasse

 

 

 

 

 


Aktuelle Meldungen

25 Jahre Städtepartnerschaft Brüssow - Salzkotten

(27.07.2018)

Am Vorabend des diesjährigen Brüssower Parkfestes fand am 27.07.2018 in der Gaststätte „Schützenhaus“ eine Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Brüssow – Salzkotten statt. Aus diesem Grunde waren eine kleine Delegation von 13 Gästen aus der Kernstadt und 8 Kameraden der Ortsfeuerwehr Salzkotten-Verne mit dem Bürgermeister Ulrich Berger an der Spitze angereist. Mit dabei war auch der stellvertretende Bürgermeister Ludwig Bewermeier, der ehemalige Hauptamtsleiter Norbert Schulte, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Salzkottens Reinhild Schröder sowie der Ortswehrführer Matthias Abt und der ehemalige Ortswehrführer Walter Wester der FFW-Verne.

Auf Brüssower Seite waren unter anderem zugegen Bürgermeister Michael Rakow, die Amtsdirektorin Annett Hartwig, die ehemaligen Bürgermeister Klaus Wellmann und Gisela Müllenhagen, der ehemalige Amtsdirektor Detlef Neumann sowie Vorsitzende bzw. Vorstandsmitglieder der Brüssower Vereine, Pastor Matthias Gienke, die Schulleiterin Frau Elvira Siegmund und Kammeraden der FFW um Lothar Sprötge und Ronald Hanisch.

Die Festveranstaltung wurde umrahmt von den Jagdhornbläsern „Randowtal“ und den Funken des Brüssower Karnevalsklub. Gisela Müllenhagen führte durch das Programm. Die Bürgermeister Michael Rakow und Ulrich Berger hoben in ihren Reden vor allem die vielfältigen Verbindungen und Freundschaften von Bürgern und Vereinen beider Städte hervor. Grußworte überbrachten Klaus Wellmann, Amtsdirektorin Annett Hartwig, Reinhild Schröder und Pastor Matthias Gienke. Es wurde auch eine Grußbotschaft des ehemaligen Salzkottener und jetzigen Paderborner Bürgermeisters Michael Dreyer verlesen.

In der Bild-Präsentation „25 Jahre lebendige Partnerschaft“, zusammengestellt von M. Rakow, G. Müllenhagen und D. Neumann, konnten von letzterem mit Unterstützung von Pastor Gienke viele Höhepunkte in Erinnerung gerufen werden.

 

Hier einige Ausschnitte:

Der erste Bürgermeister nach der Wende Klaus Wellmann suchte eine kommunale Verbindung zu den alten Bundesländern. Nach einem Besuch im SPD – Ortsverein Verne nahm er Kontakt zum Salzkottener Bürgermeister Conny Rump (CDU) auf. Beide Bürgermeister fanden sich sympathisch und nach weiteren Besuchen beschlossen auf ihre Initiative der Stadtrat Salzkotten und die Stadtverordnetenversammlung Partnerschaftsverträge. Diese wurden am 4.11.1992 in Salzkotten und am 16.09.1993 in Brüssow feierlich unterzeichnet. Unterzeichner waren auf Salzkottener Seite Conny Rump damals noch ehrenamtlicher Bürgermeister und Stadtdirektor Helmut Pothast. Für Brüssow unterzeichneten Klaus Wellmann und Amtsdirektor Detlef Neumann.

 

 

In den folgenden Jahren gab es mehrere Kontakte der Verwaltungen, z.B. 1996 zur Einweihung des Pflegeheimes in Brüssow und 1998 zur 750-Jahrfeier in Salzkotten.

 

Die Brüssower Freiwillige Feuerwehr knüpfte enge Freundschaften zum Löschzug Verne, z.B. bei der Übergab eines TLF Kamas in Verne oder bei einem Besuch der Verner anlässlich der 100 Jahrfeier der Brüssower Wehr 1996.

 

2005 fuhr ein Reisebus mit Brüssower Bürgern nach Salzkotten. Die Brüssower Singegemeinschaft hatte freundschaftliche Kontakte mit der Salzkottener Singgemeinschaft geknüpft. Nach der Eintragung aller Anwesenden in das Goldene Buch der Stadt, wurde als besonderer Höhepunkt und Freundschaftsbeweis in einem neuen Wohngebiet der Stadt die „Brüssower Straße“ durch die damaligen Bürgermeister Gisela Müllenhagen und Michael Dreyer eingeweiht.

 

 

Ebenfalls mit einem großen Reisebus kamen im Juli 2009 Salzkottener Bürger zur Teilnahme an der 750-Jahrfeier in Brüssow an. Im Festumzug hatten die Stadt Salzkotten und die Feuerwehr Verne jeweils einen eigenen Programmpunkt. Nach dem Umzug wurde von den Saltzkottenern ein Partnerschaftsstein, der heute auf dem Brüssower Markt steht, übergeben.

 

 

Auch der Brüssower Karnevalsklub und der Salzkottener Karnevalsverein nahmen Freundschaftliche Verbindung auf. So nahmen die Brüssower an einem Büttenabend teil. Ein Gegenbesuch der Salzkottener Karnevalisten fand zum 50. Geburtstag des BKK 2013 statt.

 

Wiederrum mit einem vollen Reisebus fuhren im September 2013 Brüssower zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum nach Salzkotten. Auf einem festlichen Partnerschaftsabend in der Sälzerhalle wurde eine Freundschaftsurkunde unterzeichnet und eine von Heribert Richter aufgebaute rote „Schwalbe“ den Bürgermeistern M. Dreyer übergeben. Diese hat nun einen Ehrenplatz im Vorraum des Salzkottener Rathauses.

 

 

Nachdem mehrere Besuche zum Martinimarkt in Salzkotten stattfanden, so auch 2014, kam eine Delegation um Familie Schröder 2015 zum Brüssower Weihnachtsmarkt. Hier verkauften sie an einem Stand mit großem Erfolg Glühbier.

 

 

2016 nahmen am Festumzug anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Brüssower Feuerwehr auch Kameraden aus Salzkotten-Verne teil.

 

Im Rahmen der Festveranstaltung am 27. Juli 2018 wurde von den Bürgermeistern Ulrich Berger, Salzkotten und Michael Rakow, Brüssow feierlich eine Jubiläumsurkunde mit folgendem Text unterzeichnet:

„Vor über 25 Jahren einmal angeschoben, lebt eine Partnerschaft vom Engagement der Bürger beider Städte. Ihr Einsatz, ihr Interesse ist das tragende Element. Die Kontakte von Kommune zu Kommune, von Verein zu Verein, von Mensch zu Mensch sind es letztlich, die die Städtepartnerschaft erfolgreich machen. Im Jubiläumsjahr wünschen wir, dass sich die Freundschaft zwischen Brüssow und Salzkotten auch in Zukunft weiter vertiefen möge.“

Diesen Wünschen schließe ich mich von ganzem Herzen an.

 

Detlef Neumann

 

Foto zur Meldung: 25 Jahre Städtepartnerschaft Brüssow - Salzkotten
Foto: 25 Jahre Städtepartnerschaft Brüssow - Salzkotten

20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft und Sälzerfest in Salzkotten

(28.03.2013)

Gleichzeitig feierten Salzkottener und Brüssower am Wochenende vom 22.März bis 24.März 2013 das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft und das Sälzerfest in der nordrheinwestfälischen Stadt Salzkotten. Fast 50 Brüssower Gäste waren angereist und wurden im Sitzungssaal des Rathauses durch den Bürgermeister Michael Dreier empfangen. Wie so oft fanden sie herzliche Aufnahme bei Gastfamilien.

Nach einem Imbiss im Ackerbürgerhaus fiel der Startschuss  zu  einem Nachtwächterrundgang mit Beate von Sobbe. Die Brüssower lernten bei einem kurzen Rundgang durch die Stadt unter anderem die Pfarrkirche St. Johannes und das Ackerbürgerhaus näher kennen. Beim westfälischen Abend im Ackerbürgerhaus hatten danach alle die Möglichkeit, sich von den eisigen Temperaturen im Freien aufzuwärmen.

Am Samstag war das Ereignis des Tages die Besichtigung der Privat – Brauerei Strate in Detmold. Die drei Damen der Brauerei, konnten laut Wahl der Bierexperten Deutschlands mit dem „Detmolder Thusnelda“ den Titel“ Bier des Jahres 2013“ erwerben und ließen es uns als Gäste natürlich verkosten. Bevor es weiterging, kam für die Delegation eine Haxe auf den Tisch.

Die Besichtigung des Fürstlichen Residenzschlosses Detmold stand als nächster  Punkt auf der Tagesordnung. Bis auf die privat genutzten Räume der Fürstenfamilie konnte dieses bei einer Führung besichtigt werden. Besonderen Eindruck hinterließen der Rote Salon, der Ahnensaal, Elisabethsaal, sowie das Jagd- und Königszimmer.

Da es bei diesem Salzkottenbesuch viele Brüssower gab, die die Partnerstadt selbst noch nicht kannten, war eine Stadtrundfahrt durch Salzkotten genau das Richtige. Ein kurzer Stop an der Brüssower Straße erfolgte, der Partnerschaftskreisel, das Baugeschehen in der Stadt wurden durch den Bürgermeister Michael Dreier erläutert und gezeigt.

Der Partnerschaftsabend  am Samstag in der Schützenstube der Sälzerhalle Salzkottens brachte einige Überraschungen für alle Anwesenden.

Der Begrüßung durch den Salzkottener Bürgermeister Michael Dreier folgten Grußworte des Brüssower Bürgermeisters und Amtskollegen Michael Rakow, des Amtsdirektors Detlef Neumann, von Pfarrer Matthias Gienke und Chormitglied Margit Glowe, bevor Michael Dreier und Michael Rakow als Bürgermeister der Städte, Detlef Neumann als Amtsdirektor und Konrad Rump als Amtsvorgänger von Michael Dreier und Begründer der Städtepartnerschaft  zur Unterzeichnung der Jubiläumsurkunde der Partnerschaft nach 20 Jahren schritten.

Brüssow hatte alles daran gesetzt, für den Bürgermeister Michael Dreier  ein DDR – Kult – Moped „Schwalbe“ zu besorgen und zu  restaurieren, wie er es sich einst gewünscht hatte. „Alle im Rathaus hatten davon gewusst, nur er nicht“, so die Salzkottener Insider. So war es eine besondere Überraschung für ihn. Nach einer „theoretischen Prüfung“, musste dann auch die praktische Fahrprüfung durch ihn bestanden werden.

Gisela Müllenhagen überreichte an Konrad Rump als Mitbegründer der Partnerschaft eine Jubiläumsurkunde, eine Jubiläumstorte tat ihr übriges.

 

Salzkotten aber hatte für diesen Abend die Singgemeinschaft, die Tanzgruppe der Kolpingsfamilie zur Programmgestaltung  mit einbezogen, so dass es ein besonderer Abend für alle wurde. Besonders erfreulich, dass auch die Gastfamilien daran teilhatten.

Am Sonntag, dem 24.März wurde das Sälzerfest mit einem Gottesdienst in der St. Johanneskirche eröffnet.

Unter dem Motto: “Wasser marsch“, sollte die Salinensaison eröffnet werden, doch ließen die Temperaturen nur ein symbolisches Drehen des Wasserrads mit dem Schirmherrn Michael Rakow zu, da es eingefroren war. Vor dem eiskalten Wind flohen Organisatoren und Gäste in die Schützenstube der Sälzerhalle, wo die Bläser sie erwarteten. Verkaufsoffener Sonntag entlang der Langen Straße, Tanzaufführungen, Bücherflohmarkt und viele andere Attraktionen  erfreuten an diesem Tag alle Gäste.

Die Sälzerpfanne aber wurde 2012 zum 10. Sälzerfest zum ersten Mal neben dem Kütfelsen angeheizt, um in die Geschichte der Sälzerstadt einzutauchen. Am Nachmittag hatten sie in der großen Siedepfanne bereits 80 Liter Wasser zu Salz versiedet.. Die fünfstündige Heimreise ließen die Brüssower sich nicht lang werden.

H.R.

20 Jahre Städtepartnerschaft Salzkotten - Brüssow 1993 - 2013

(21.03.2013)

Nach der Wiedervereinigung wurde in Brüssow das Städtische Amt aufgebaut und Klaus Wellmann zum Bürgermeister von Brüsso