Wollschow

Wollschow - Ortsteil der Gemeinde Stadt Brüssow

 

Aktuelle Einwohnerzahl (Hauptwohnung) Stand 01.01.2018:  79

 

Wollschow aus der Vogelperspektive

 

 

Historisches:

Der Bischof Hermann von Kamin erhielt im Jahre 1260 von dem Markgrafen Johann von Brandenburg zum Tausch gegen Klockow die beiden Dörfer „Wolsichowe“ und Menkin. Damit kam das etwa 1200 von deutschen Kolonisten gegründete Dorf in Abhängigkeit von Schloss Löcknitz, das gleichfalls diesem Kirchenfürsten zeitweilig zustand. 1467 ging ein Teil von Wollschow an Werner von der Schulenburg, ein Teil gehörte aber auch Claus Ramin aus Brüssow. Seit etwa 1650 stand ein Teil auch den Winterfeld zu Menkin zu. Die Ramin erwarben in der Folgezeit von den Schulenburg fast das gesamte Dorf. Nach dem 30-jährigen Krieg, der in Wollschow seine Spuren hinterlassen hatte, wird zu Ende des 17. Jahrhunderts Barthold Friedrich von Ramin als Eigentümer genannt. 1725 kam das Dorf zugleich mit Brüssow an die Landesherrschaft. Am 31.12.2001 schloss sich die ehemals selbstständige Gemeinde mit dem Gemeindeteil Menkin und anderen Gemeinden zur neuen Stadt Brüssow zusammen und ist seit dem ein Ortsteil von Brüssow.

 

Sehenswertes:

Über den Driftweg gelangt man von Brüssow in das Randowtal. Die Randow, als natürlicher Fluss, bildet hier die Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Gebiet, dessen Wiesen und Wälder ein Paradies für Pilzsammler, Spaziergänger, Angler sowie geschichtsinteressierte Leute sind, lässt auch noch heute auf die Vergangenheit zurückblicken. Als Zeugen jener Zeit finden wir bei einem Spaziergang den Neusteinzeitlichen Rundweg, das Wollschower Gräberfeld, mit seinen typischen Steinkisten oder auch den sogenannten Megalithgräbern, die etwa 4000 bis 6000 Jahre alt sind. Der Begriff "Hockergräber" stammt daher, dass die Leichen in Hocke und nicht wie gewöhnlich liegend, beerdigt wurden. Ein kleines Stück entfernt kann man den, zum Schutz gegen äußere Feinde, von Slawen erbauten Burgwall besichtigen.