Heimatmuseum Brüssow

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Am 22. November des Jahres 1964 wurde das Brüssower Heimatmuseum der Öffentlichkeit übergeben. Die Gebrüder Erich und Ernst Kesten hatten seit Jahren in und um Brüssow viele historische Gegenstände, wie Steinbeile und Steinäxte aus der Stein- und Bronzezeit, Waffen, Bilder, Schriftgut und alten Hausrat zusammengetragen, um sie eines Tages der Öffentlichkeit zu zeigen. In Brüssow war wiederholt auf ein Gebäude aufmerksam gemacht worden, das sich als Heimatmuseum eignen würde. Es handelte sich um die ehemalige Kirche der Altlutheraner. Aus diesem alten Gebäude sollte das Brüssower Museum werden. Bauliche Veränderungen waren notwendig, und die Brüssower Handwerker setzten sich sehr dafür ein. Als das Museum 1963 eingeweiht wurde, leiteten die Gebrüder Kesten die Führungen selbst. Danach führte Marga Müller, die im Jahre 1998 mit 60 Jahren als Museumsleiterin verabschiedet wurde, das Museum weiter. Über eineinhalb Jahrzehnte leitete Marga Müller das Museum und Tausende von Besuchern konnte sie dort begrüßen, u.a. Gäste aus den USA, Nachkommen der 1843 aus Brüssow, Bergholz, Wallmow, Plöwen und Nipperwiese ausgewanderten Anhänger der Kirche der Altlutheraner, unzählige Schulklassen aus nah und fern, die hier zusätzliche Geschichtskenntnisse erwarben. Viele alte Brüssower kamen nach Jahrzehnten wieder in ihre Heimatstadt und suchten das Museum auf, um Erinnerungen an Brüssow aufleben zu lassen.

Zum neuen Leiter des Brüssower Heimatmuseums wurde Günter Trester ernannt. Als gebürtiger Brüssower hat er sich schon in jungen Jahren für das Museum interessiert und auch schon viel darin mitgewirkt.

 

Öffnungszeiten

 

Heimatmuseum Brüssow

Karl Marx Straße 6 a

 

17326 Brüssow / Uckermark 

Telefon: 039742 / 80034

 

Ab April 2015 können sie das Museum

nach Absprache unter Tel. Nr. 039742/ 80360 oder 80700 besuchen

oder per Email an 

einen Termin vereinbaren.

 

 

 

Eintrittspreise:

 

 

 

Erwachsene 1,00 €

Kinder      0,50 Cent

Kindergruppen ab 10 Personen 0,25 Cent

 

 

Telefon (039742) 80034


Aktuelle Meldungen

40. Internationaler Museumstag 2017 im Heimatmuseum Brüssow

(24.04.2017)

40. Internationaler Museumstag 2017 im Heimatmuseum Brüssow

Unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ findet der diesjährige Museumstag, wieder wie gewohnt, mit einem spannenden Thema aus der Brüssower Geschichte statt. Wir wollen zum Auftakt der Feierlichkeiten „170 Jahre Diakonie in Brüssow“ an die diakonische Arbeit in unserer kleinen uckermärkischen Stadt, mit der Entstehung des „Rothen Hauses“ für verwahrloste Kinder der Uckermark im Jahre 1847 bis hin zur Gründung der Einrichtung der Stephanus-Stiftung „Wohnen und Pflege - Haus am See“, erinnern.

Die Stephanus-Stiftung ist ein christliches, gemeinnütziges Unternehmen und Mitglied im Dachverband Diakonie Deutschland.

Dazu erwarten wir am Sonntag, dem 21. Mai 2017 um 10:00 Uhr den Vorstandsvorsitzenden der Stephanus-Stiftung Berlin und Brandenburg Herrn Pastor Torsten Silberbach.

Mit einer kleinen Präsentation von Dokumenten und Fotos möchte der Museumsbeirat aus der Sammlung unseres Heimatmuseums über dieses Ereignis berichten.

 

Der Museumsbeirat

 

 

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Ausstellung im Brüssower Heimatmuseum

(11.05.2016)

In diesem Jahr jährt sich zum 120. mal die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Brüssow.

Der Museumsbeirat nimmt dieses Ereigniss zum Anlaß, in einer Sonderausstellung an die 120-jährige Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr zu erinnern. Diese wurde durch den Museumsbeirat und den Fachausschuss Feuerwehrhistorik gemeinsam konzeptiert und gestaltet. In der Sonderausstellung wird die "Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte" Brüssows in 4 Zeitetappen dargestellt:

  • Die Zeit vor der Gründung
  • 1896 – 1945
  • 1945 – 1990
  • 1990 – bis zur Gegenwart

An die ehemalige Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer und an die Jugendfeuerwehr wird ebenso erinnert wie an die Bildung und Entwicklung der Amtsfeuerwehr Brüssow.

Interessante Sachgegenstände und umfangereiches Bildmaterial geben einen Einblick in die Geschichte der Brüssower Feuerwehr. Aus dem Archiv des Heimatmuseums wird auch eine Kopie der "Instruktion für die Löschmannschaften und Mannschaften zur Rettung und Bewachung von Gegenständen" der Stadt Brüssow vom 16. Februar 1870 gezeigt. Das Original befindet sich ebenfalls in unserem Museum.

Am Vortag des Weltmuseumstages, am 21. Mai 2016, wird die Sonderausstellung, während der Feierlichkeiten zur 120- Jahrfeier, gegen 16:00 Uhr offiziell eröfnet. Darüber hinaus wird die Sonderausstellung auch zum Museumstag ab 13:00 Uhr und während der ganzen Ausstellungssaison 2016 gezeigt. In dieser Zeit kann die Brüssower Stadtgeschichte nur in eingeschränkter Form dargestellt werden. Die Öffnungszeiten erfolgen zur Zeit noch nach vorheriger Vereinbarung unter Tourismusverein "Brüssower Land" e.V., Tel. 039742/ 80360 oder 80700

und per E-Mail: museum-stadt-bruessow@t-online.de

 

Der Museumsbeirat

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38. Internationaler Museumstag

(04.05.2015)

 

Vortrag mit anschließender Diskussion

Prof. Dr. Hans-Dieter Wallschläger, Berlin

Nur um des Glaubens Willen? – Ursachen und Verlauf der Auswanderungen nach Amerika im 19. Jahrhundert

Heimatmuseum Brüssow/ Uckermark

am Sonntag, dem 17. Mai 2015

Beginn: 10:00 Uhr

 

Prof. Dr. Hans-Dieter Wallschläger, Berlin

Nur um des Glaubens Willen? – Ursachen und Verlauf der Auswanderungen nach Amerika im 19. Jahrhundert

Wer waren die Menschen, die beginnend mit der Mitte der 1830 Jahre zu tausenden ihre Heimat in den preußischen Provinzen Brandenburg, Pommern und Schlesien verließen, um nach einer gefahrvollen Überquerung des Atlantik einer ungewissen Zukunft im fernen Nordamerika entgegen zu sehen? Was brachte sie dazu, ihr bisheriges sicheres Leben aufzugeben?

Es gibt viele Versuche, Antworten auf diese Fragen zu finden, doch fallen diese recht unterschiedlich aus: so wird einerseits vermutet, dass die Unterdrückung der in Fanatismus mündenden  religiösen Separation einer großen Gruppe von Gläubigen durch König und Regierung Auslöser der Auswanderung war, oder, dass die nach der Befreiung von der napoleonischen Besetzung eingeleiteten wirtschaftlichen Veränderungen in weiten Kreisen der ländlichen Bevölkerung zur Verschlechterung der Lebenslage und zur Perspektivlosigkeit führten.

Doch wird heute von vielen Historikern wieder daran erinnert, dass bereits Karl Marx den Ausspruch „Männer (oder besser Menschen) machen Geschichte“ geprägt hat und stellen damit die eigentlichen Akteure in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Dieser Betrachtungsweise wollen wir am Beispiel des hiesigen Ortes folgen. Auch hier im uckermärkischen Brüssow und in den umliegenden Orten wie Wallmow, Menkin, Bergholz und bis hin nach Angermünde fanden sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Menschen zusammen,  um ihre Unzufriedenheit mit der damaligen staatlichen und besonders kirchlichen Ordnung Ausdruck zu geben. Diese von Laienpredigern (Vorlesern) geleiteten Konventikel führten zur Spaltung ganzer Kirchgemeinden, was später durch Pastoren der schlesischen und pommerschen evangelisch-altlutherischen Glaubensrichtung befördert wurde und letztendlich zwischen 1843 und 1846 in mehrere größere Auswanderungswellen nach Amerika mündete.

Am Beispiel einiger beteiligter Personen, wie des Zimmergesellen und Laienpredigers  Bagans, des landeskirchlichen Pastors und Superintendenten Büchsel und der altlutherischen Pastoren Lasius, Kindermann und Ehrenström wird versucht, die Rolle dieser Personen aufzuklären. Dabei findet die räumliche Nähe zur Region Hinterpommern besondere Beachtung, da dort größtenteils von denselben Personen bewirkte ähnliche Ereignisse abliefen.

Auftaktveranstaltung im diesjährigen 50. Jubiläumsjahr

(25.03.2014)

,,Vertell uns wat up Platt“  ist das Thema, zu dem wir alle Einwohner der Stadt und der Gemeinden recht herzlich einladen möchten.

Am Sonntag den 18. Mai, am Internationalen Museumstag, begrüßen wir um 14.00 Uhr Frau Dr. Annegret Lindow, Tochter des Heimatdichters Max Lindow, bei uns im Museum. Sie wird zusammen mit der Singegemeinschaft Brüssow ein Programm gestalten und uns aus Werken ihres Vaters vorlesen und ,,vertellen“. Dazu sind alle interessierten Einwohner eingeladen und in Gesprächen soll an die Plattdeutsche Sprache erinnert werden und auch an unsere Heimatdichter aus Brüssow Erich Kesten, Günter Stolzmann und Richard Sendke. Sie haben in Ihren Plattdeutschen  Gedichten und Liedern über unsere Stadt und die Uckermark berichtet.

Einige Einwohner der Stadt sprechen noch heute die Sprache ihrer Väter und Großväter. Wir möchten sie einladen, sich an diesem Nachmittag  bei Liedern und Gedichten, Kaffee und Kuchen, mit uns zu unterhalten, nach dem Motto ,,Vertell uns wat up Platt“.

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Entwurzelt aus Preussen - Verpflanzt nach Amerika

(05.10.2012)

Unter diesem Titel  wurde 1991 ein Buch in Buffalo, New York zur Erinnerung an den 150. Jahrestag der Preussisch – Lutherischen Auswanderung in die Stadt Wheatfield, New York verlegt.

Geschrieben hat es Eugene W. Camann (1921 – 2006),  dessen Vorfahren 1843 in Brüssow ansässig waren. Es ist eine historische Erzählung, die die Auswanderung der Preussischen Lutheraner nach Amerika 1843 zum Inhalt hat, ebenso die Niederlassungen, die sie in Wheatfield, N.Y. einrichteten. Es verfolgt den Hintergrund von Familiengruppen, die aus deutschen Gemeinden nahe der heutigen nördlichen Grenze zwischen Deutschland und Polen kamen. Die Erzählung folgt den Auswanderern auf Segelschiffen über den Atlantischen Ozean nach Amerika, wo sie drei Grundstücke für ihre Niederlassung in der ,,Town of Wheatfield“(Stadt ,,Weizenfeld“) aussuchten.

In den einzelnen Kapiteln wird  über die drei Orte ,,Martinsville“ - ,,Neu Bergholz“ und

,,Neu Wallmow“  berichtet, über die Beweggründe  für die Auswanderung, den Reiseverlauf und den Neubeginn in den einzelnen Orten. Ein recht umfangreicher Anhang ergänzt die Erzählung mit dokumentierten Details.

Das Buch wurde 2004 in der Sechsten Auflage auf Englisch verlegt und konnte bisher immer nur von Lesern genutzt werden, die Englisch Kenntnisse haben.

Anlässlich des 725. Geburtstages der Gemeinde Bergholz/Uckermark waren drei Besucher aus Niagara Falls/Bergholz-New York – USA angereist. Ihre Vorfahren segelten 1843 über den Atlantik.

Elaine Timm, Brigitte Shackleton und Donald Schröder wohnten  vier Tage in Brüssow und unternahmen in dieser Zeit Ausflüge in die benachbarten Orte, um in alten Kirchenbüchern nach Wurzeln ihrer Vorfahren zu suchen.

Sie waren am Sonnabend dem 1. September Gäste in Bergholz/Uckermark. Elaine Timm bedankte sich auf dem Festprogramm beim Bergholzer Geschichtskreis und der Heimatstube dafür, dass die Geschichte ihrer Vorfahren dort so lebendig gehalten wird. Es wurden Geschenke untereinander ausgetauscht .

Das größte Geschenk aber brachte Brigitte Shackelton mit. Sie übersetzte zusammen mit ihrer Schwester das Buch Entwurzelt aus Preussen – Verpflanzt nach Amerika und machte es der Heimatstube Bergholz und dem Museum Brüssow zum Geschenk.

Die deutsche Übersetzung ist nicht verkäuflich und ein Einzelstück. Man kann aber jederzeit im Museum Brüssow darin lesen und interessierte Besucher finden viele Geschichten über Wallmow, Brüssow, Plöwen und Bergholz.

 

Museumsbeirat Brüssow im September 2012 M.G.

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Wiedereröffnung des Brüssower Heimatmuseums

(17.05.2009)

Der 17. Mai 2009 war für unsere Kleinstadt ein ereignisreicher Tag. Der Künstler Volkmar Haase hatte der Stadt anlässlich der 750-Jahrfeier eine Skulptur mit dem Namen "Skylla" zum Geschenk gemacht. Diese wurde an diesem Tag enthüllt  und wird fortan den Brüssower Marktplatz schmücken. Die Gestaltung der Gesamtanlage war durch die Sparkasse Uckermark/Prenzlau finanziert worden. Die elektrischen Anlagen zur Beleuchtung waren eine Sponsorleistung der Firma  Elektro - Rakow.

 

Das zahlreich erschienene Publikum sammelte sich dann vor dem Museum, denn als zweiter Höhepunkt des Tages stand die Wiedereröffnung des Museums nach umfangreichen Renovierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen an.

Ein Programm der Brüssower Singegemeinschaft bildete den Auftakt.  Museumsleiter Günter Trester sprach einleitende Worte zur Entwicklung des Museums und dessen Umgestaltung.

Bürgermeister Michael Rakow dankte den fleißigen Helfern, welche es geschafft hatten, zum vorgesehenen Termin die Wiedereröffnung zu ermöglichen. Erwähnt wurden hier besonders Günter Trester als Leiter des Museums, Margit Glowe und Elfi Gnodtke, sowie Gisela Müllenhagen. Besondere Erwähnung fand Marina Biederstedt von der Brüssower Landwirtschaftlichen Produktionsgesellschaft. Durch ihre finanzielle Zuwendung konnte vieles ermöglicht werden.

 

Die Begründer des Museums waren im Jahre 1964 die Brüder Ernst und Erich Kesten. Die Enkelin von Erich Kesten-Gisela Müllenhagen- enthüllte an diesem Tag eine Gedenktafel. Sie enthält Daten zur Geschichte des Hauses von seiner Erbauung als evangelisch-altlutherische Kirche (Altlutheraner) im Jahre 1859  und seiner Nutzung als Gotteshaus bis zum Jahr 1915, zur zwischenzeitlichen Nutzung als Lagerraum für die „Adler-Apotheke" bis zur Eröffnung als „Heimatmuseum Brüssow" am 22. November 1964. Angezeigt werden Zeiten von Instandsetzungsarbeiten und damit verbundenen Schließungen des Museums bis hin zum Kauf des Gebäudes durch die Stadt Brüssow im Jahre 1997. Als letzte Information ist der Tafel die gerade erfolgte Renovierung und Umgestaltung zur 750- Jahrfeier zu entnehmen.

 

Nachdem durch Vertreter des Jugendklubs ein Getränk aus diesem Anlass der Wiedereröffnung gereicht wurde kam die offizielle Eröffnung. Das Museum zeigte sich den Besuchern im  neuen Outfit.

 

Ansprechend gestaltete Wände zeigen die Entwicklung Brüssows auf. Themen wie Ur -und Frühgeschichte, die Zeit der Slawen und Deutschen, das Schulwesen, die Geschichte der Stadt, Berichte über die Zeit von Stegelitz bis Mackensen, Brüssower Vereine, Handwerk und Gewerbe finden sich hier auf ansprechenden Tafeln.

 

Neu aufgenommen wurde die Ausstellung zur Auswanderung der Altlutheraner im Jahre 1843 unter dem Thema „Nach Amerika, ins Land der Freiheit!" Sie ist für Brüssow besonders interessant, da Nachfahren der Auswanderer aus Amerika bereits zweimal ihr Interesse bekundeten, die Stätten aus denen ihre Vorfahren einst auswanderten, kennen zu lernen und persönliche Spuren zu finden. Bereits Marga Müller, welche von 1984 bis 1998 das Heimatmuseum mit aufbaute und leitete, zählte zu ihren wohl schönsten Besuchen den von über 30 Gästen aus den USA. Am 21. September 2008 besuchte wiederum eine Gruppe aus Amerika Brüssow und Orte aus denen die Vorfahren stammen. Zu diesen gehören Wallmow, Bergholz, Caselow, Grimme, Plöwen, Schwaneberg und andere. Hierbei konnten Erfahrungen ausgetauscht und Beziehungen geknüpft werden. Wir wissen heute, dass über Generationen in den Orten Amerikas, welche nach den Orten aus denen die  Auswandererkamen benannt wurden wie Neu -Wallmow oder Neu-Bergholz das „Uckermärker Platt" gepflegt wurde. So finden sich unter anderem auch Gedichte auf Plattdeutsch in diesem Bereich der Ausstellung wieder.

 

Bis buchstäblich zur letzten Minute kam Material zu den Nachforschungen zum sogenannten  Katteschwert im Museum an. Die Geschichte des Katteschwerts, ein Richtschwert, mit welchem Hans-Hermann von Katte im Jahre 1730 enthauptet wurde, ist eine ebenfalls interessante Geschichte, welche es im Museum zu erforschen gibt. Das besagte Richtschwert aus Brüssow gehört ohne Zweifel zu einem der wertvollsten Exponate des Märkischen Museums zu Berlin (Kreis Uckermark). Hans -Hermann von Katte wurde am 6.11.1730 im Beisein des Kronprinzen Friedrich, des späteren Friedrich II. hingerichtet. Katte hatte Friedrich bei einem Fluchtversuch geholfen. („Sogenanntes" Katteschwert deshalb, weil  noch ein zweites Schwert existiert, für das der Anspruch erhoben wird, das Hinrichtungswerkzeug bei der besagten Enthauptung gewesen zu sein.  Dieses andere Schwert  befindet sich im Stadtmuseum zu Brandenburg. Es ist aber wegen der Wichtigkeit der Hinrichtung auch möglich, dass zwei Scharfrichter anwesend waren.)

 

Nicht alle Eindrücke können bei einem einmaligen Museumsbesuch verarbeitet werden. Besuchen sie uns wieder.

 

Auch die gerade erschienenen „Beiträge zur Geschichte der Stadt Brüssow" sind hier käuflich zu erwerben.

Foto zu Meldung: Wiedereröffnung des Brüssower Heimatmuseums