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Wiedereröffnung des Brüssower Heimatmuseums

Brüssow, den 17. 05. 2009

Der 17. Mai 2009 war für unsere Kleinstadt ein ereignisreicher Tag. Der Künstler Volkmar Haase hatte der Stadt anlässlich der 750-Jahrfeier eine Skulptur mit dem Namen "Skylla" zum Geschenk gemacht. Diese wurde an diesem Tag enthüllt  und wird fortan den Brüssower Marktplatz schmücken. Die Gestaltung der Gesamtanlage war durch die Sparkasse Uckermark/Prenzlau finanziert worden. Die elektrischen Anlagen zur Beleuchtung waren eine Sponsorleistung der Firma  Elektro - Rakow.

 

Das zahlreich erschienene Publikum sammelte sich dann vor dem Museum, denn als zweiter Höhepunkt des Tages stand die Wiedereröffnung des Museums nach umfangreichen Renovierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen an.

Ein Programm der Brüssower Singegemeinschaft bildete den Auftakt.  Museumsleiter Günter Trester sprach einleitende Worte zur Entwicklung des Museums und dessen Umgestaltung.

Bürgermeister Michael Rakow dankte den fleißigen Helfern, welche es geschafft hatten, zum vorgesehenen Termin die Wiedereröffnung zu ermöglichen. Erwähnt wurden hier besonders Günter Trester als Leiter des Museums, Margit Glowe und Elfi Gnodtke, sowie Gisela Müllenhagen. Besondere Erwähnung fand Marina Biederstedt von der Brüssower Landwirtschaftlichen Produktionsgesellschaft. Durch ihre finanzielle Zuwendung konnte vieles ermöglicht werden.

 

Die Begründer des Museums waren im Jahre 1964 die Brüder Ernst und Erich Kesten. Die Enkelin von Erich Kesten-Gisela Müllenhagen- enthüllte an diesem Tag eine Gedenktafel. Sie enthält Daten zur Geschichte des Hauses von seiner Erbauung als evangelisch-altlutherische Kirche (Altlutheraner) im Jahre 1859  und seiner Nutzung als Gotteshaus bis zum Jahr 1915, zur zwischenzeitlichen Nutzung als Lagerraum für die „Adler-Apotheke" bis zur Eröffnung als „Heimatmuseum Brüssow" am 22. November 1964. Angezeigt werden Zeiten von Instandsetzungsarbeiten und damit verbundenen Schließungen des Museums bis hin zum Kauf des Gebäudes durch die Stadt Brüssow im Jahre 1997. Als letzte Information ist der Tafel die gerade erfolgte Renovierung und Umgestaltung zur 750- Jahrfeier zu entnehmen.

 

Nachdem durch Vertreter des Jugendklubs ein Getränk aus diesem Anlass der Wiedereröffnung gereicht wurde kam die offizielle Eröffnung. Das Museum zeigte sich den Besuchern im  neuen Outfit.

 

Ansprechend gestaltete Wände zeigen die Entwicklung Brüssows auf. Themen wie Ur -und Frühgeschichte, die Zeit der Slawen und Deutschen, das Schulwesen, die Geschichte der Stadt, Berichte über die Zeit von Stegelitz bis Mackensen, Brüssower Vereine, Handwerk und Gewerbe finden sich hier auf ansprechenden Tafeln.

 

Neu aufgenommen wurde die Ausstellung zur Auswanderung der Altlutheraner im Jahre 1843 unter dem Thema „Nach Amerika, ins Land der Freiheit!" Sie ist für Brüssow besonders interessant, da Nachfahren der Auswanderer aus Amerika bereits zweimal ihr Interesse bekundeten, die Stätten aus denen ihre Vorfahren einst auswanderten, kennen zu lernen und persönliche Spuren zu finden. Bereits Marga Müller, welche von 1984 bis 1998 das Heimatmuseum mit aufbaute und leitete, zählte zu ihren wohl schönsten Besuchen den von über 30 Gästen aus den USA. Am 21. September 2008 besuchte wiederum eine Gruppe aus Amerika Brüssow und Orte aus denen die Vorfahren stammen. Zu diesen gehören Wallmow, Bergholz, Caselow, Grimme, Plöwen, Schwaneberg und andere. Hierbei konnten Erfahrungen ausgetauscht und Beziehungen geknüpft werden. Wir wissen heute, dass über Generationen in den Orten Amerikas, welche nach den Orten aus denen die  Auswandererkamen benannt wurden wie Neu -Wallmow oder Neu-Bergholz das „Uckermärker Platt" gepflegt wurde. So finden sich unter anderem auch Gedichte auf Plattdeutsch in diesem Bereich der Ausstellung wieder.

 

Bis buchstäblich zur letzten Minute kam Material zu den Nachforschungen zum sogenannten  Katteschwert im Museum an. Die Geschichte des Katteschwerts, ein Richtschwert, mit welchem Hans-Hermann von Katte im Jahre 1730 enthauptet wurde, ist eine ebenfalls interessante Geschichte, welche es im Museum zu erforschen gibt. Das besagte Richtschwert aus Brüssow gehört ohne Zweifel zu einem der wertvollsten Exponate des Märkischen Museums zu Berlin (Kreis Uckermark). Hans -Hermann von Katte wurde am 6.11.1730 im Beisein des Kronprinzen Friedrich, des späteren Friedrich II. hingerichtet. Katte hatte Friedrich bei einem Fluchtversuch geholfen. („Sogenanntes" Katteschwert deshalb, weil  noch ein zweites Schwert existiert, für das der Anspruch erhoben wird, das Hinrichtungswerkzeug bei der besagten Enthauptung gewesen zu sein.  Dieses andere Schwert  befindet sich im Stadtmuseum zu Brandenburg. Es ist aber wegen der Wichtigkeit der Hinrichtung auch möglich, dass zwei Scharfrichter anwesend waren.)

 

Nicht alle Eindrücke können bei einem einmaligen Museumsbesuch verarbeitet werden. Besuchen sie uns wieder.

 

Auch die gerade erschienenen „Beiträge zur Geschichte der Stadt Brüssow" sind hier käuflich zu erwerben.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Wiedereröffnung des Brüssower Heimatmuseums

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Wiedereröffnung des Brüssower Heimatmuseums (17. 05. 2009)

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