Aus der Geschichte der Stadtbibliothek

Brüssow, den 18. 10. 2012

Die 1947 gegründete Stadtbibliothek, die im Wintergarten des Gutshauses untergebracht war, zog 1953 in den "Bunker" des Brüssower Rathauses, in dem sich die Stadtverwaltung befand. Es war ein Kellerraum mit dicken Mauern aus Feldsteinen, wo früher der Feldjäger dann und wann einen Landstreicher untergebracht hatte. Dieser Raum wurde aber bald zu klein, und so verlegte man 1953 die Bibliothek in das ehemalige Amtsgericht in der Puschkinstraße. Heute befindet sie sich wieder im Alten Rathaus, gemeinsam mit dem Standesamt des Amtes Brüssow.

1976 wurde auch eine Schallplattenausleihe eingeführt. Bereits vom zweiten Halbjahr 1952 musste der Leiter der Bibliothek halbjährlich einen Arbeitsbericht über Leserstand, Buchbestand und einer Ausleihstatistik schreiben. Auch nach den am meisten ausgeliehenen Büchern wurde gefragt.

1952 waren es unter anderem Tante Lisbeth (Balzac), Der Untertan (H. Mann), Clochemerle (Chevalli), Ditte Menschenkind (Nexö). Gern gelesene Schriftsteller waren auch Jorge Amado, Willi Bredel, Marchwitza und Maupassant.

Von 1947 bis 1957 leitete Herr Rußack die Bibliothek, 1957 übernahm Herr Ties die Bibliothek hauptamtlich.

1964 übernahm Frau Littmann die Leitung, 1970 Frau Hellsinger.

Seit 23 Jahren hat Christiane Sy das Kommando und sie ist mit Leib und Seele Bibliothekarin.