Hammelstall – Wanderung zu den Großsteingräbern

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Ich bin Waldemar der Kolkrabe und begrüße euch in meiner Heimat; der Uckermark. Typisch für mich ist mein schwarz schillerndes Gefieder, der klobige Schnabel und mein keilförmiges Schwanzende. Viele meiner Artgenossen, könnt ihr in und um Hammelstall beobachten. Was es dort noch alles zu sehen gibt, zeige ich euch auf unserer Wanderung: Beginn des ca. 5 km langen Rundweges ist die Litfaßsäule auf dem Brüssower Marktplatz. Richtung Osten erreichen wir nach 150m eine kleine Kreuzung, wo wir dann südlich der Hauptstraße folgen werden. Nach etwa 10 min ist die Gabelung in Richtung Schmölln erreicht, über das Kopfsteinpflaster geradeaus weiter führt der Weg nach Hammelstall. Durch meine Vorfahren erfuhr ich viele geschichtliche Hintergründe dieses Ortes, von denen ich euch später berichten werde. Ab dem Brüssower Ausgangsschild werde ich vorausfliegen, so das ich euch nicht mit meinem lauten Gekrächze beim Beobachten unseres vielseitigen Tierreiches, wie z.B. Feldhasen, Rehe, Füchse, Fischadler sowie Kraniche störe. In der Senke die nach ca. 10 min erreicht ist, sehen wir uns wieder. Nun folgt den etwas versteckten Wegweisern, die uns auf unserer Wanderung zu den Hünengräbern begleiten werden. Wenn ihr wollt, macht ihr nach ca. 15 min eine Rast an den Finnhütten! Während eurer Verschnaufpause erzähl ich euch, wie die Hünengräber wohl entstanden sind. Hammelstall wurde vor etwa 7000 Jahren vom mitteleuropäischen Bodenbauern, Viehhaltern, den Bandkeramikern besiedelt. Die Kultur wurde später durch die Trichterbecherleute geprägt. Sie errichteten die monumentalen Großsteingräber, die sogenannten Megalithgräber (Mega = groß, lithos = Stein), die Kollektivgräber für die ganze Sippe waren. Um euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, könnt ihr nach einer kleinen Anhöhe das gut erhaltene Grab besichtigen. Ein weiteres Beispiel dieser Grabbauten finden wir einige Schritte weiter. Der Bodendenkmalpfleger Heinz Pöller untersuchte es im Sommer 1976. Einer meiner Verwandten schaute ihm damals über die Schulter und sah, dass Heinz Pöller Scherben der Trichterbecherkultur, kleine Beile, dreieckige Pfeilspitzen, Henkeltassen sowie Zweiösentöpfchen ausgrub. Nachdem ihr nun einige historische Dinge erfahren habt, werden wir einen ,,Steinwurf“ von diesen Grabanlagen (ca. 250 – 300m) entfernt in einem Wäldchen versteckt, den Krebssee finden. Hier sitze ich oft mit meinen Freunden zusammen, wo dann geangelt, gebadet, gegrillt oder einfach nur gefaulenzt wird. Wie alles Schöne einmal zu Ende geht, so endet hier unsere Wanderung. Es hat mir viel Spaß gemacht, euch Hammelstall ein bisschen näher zu bringen. Ich würde mich freuen, mal wieder mit euch zu wandern, wie z.B. zur Caselower Heide oder ein Rundgang des ,,Steinzeitlichen Weges“. Meldet euch einfach mal! Bis bald euer Waldemar Kolkrabe!