Wollschow

Über den Driftweg gelangt man von Brüssow in das Randowtal. Die Randow, als natürlicher Fluss, bildet hier die Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Gebiet, dessen Wiesen und Wälder ein Paradies für Pilzsammler, Spaziergänger, Angler sowie geschichtsinteressierte Leute ist, lässt auch noch heute auf die Vergangenheit zurückblicken. Als Zeugen jener Zeit finden wir bei einem Spaziergang den Neusteinzeitlichen Rundweg, das Wollschower Gräberfeld, mit seinen typischen Steinkisten oder auch den sogenannten Megalithgräbern, die etwa 4000 bis 6000 Jahre alt sind. Der Begriff "Hockergräber" stammt daher, dass die Leichen in Hocke und nicht wie gewöhnlich liegend, beerdigt wurden. Ein kleines Stück entfernt kann man den, zum Schutz gegen äußere Feinde, von Slawen erbauten Burgwall besichtigen. eine kurze Wanderung zum idyllischen See, ein Spaziergang durch den Menkiner Park mit Freilichtbühne sowie ein Blick auf die neu restaurierte Kirche bieten sich an. Diese wurde ca. 1280 aus mächtigen Feldsteinwänden mit schmalen Fenstern erbaut. Der vorhandene Altar ist ein äußerst wertvolles Kunstwerk. Er stammt aus der Zeit unmittelbar vor dem 30-jährigen Krieg. In den Sommermonaten werden das Dorf- und Erntefest organisiert. Zum Erntedank schmücken die Bauern mit viel Liebe und Fleiß ihre Traktoren, Mähdrescher und andere landwirtschaftliche Maschinen. Bei einem Umzug durch Wollschow/Menkin werden die prachtvoll herausgeputzten Maschinen voller Stolz zur Schau gestellt.