Feuerwehrgeschichte und Geschichten aus der Feuerwehr!

13.05.2013

Sehr verehrte Leserinnen und Leser des Amtsblattes,

 

in loser Reihenfolge können Sie hier Interessantes aus der Geschichte und aus dem gegenwärtigen Leben der Feuerwehren unseres Amtsgebietes erfahren. Ich lade Sie herzlich ein,  zur 4. Etappe der  „Entdeckungsreise“ durch die Feuerwehrgeschichte.

 

Für Hinweise und Ergänzungen wäre ich Ihnen sehr dankbar, damit historische Ereignisse, und vor allem die Leistungen der Feuerwehrangehörigen nicht vergessen werden!

 

E. Brosinsky

(Feuerwehrhistoriker)

 

Die Amtsfeuerwehr Brüssow – eine kleine Bilanz.

 

Seit Bildung des Amtes Brüssow ereigneten sich über 400 Schadensereignisse, zu denen Kräfte und Mittel der Amtsfeuerwehr alarmiert wurden. Zur Lösung, der damit verbunden, vielfältigen Aufgaben, waren fast 1000 Einzelalarmierungen von Ortsfeuerwehren erforderlich.

Von den über 400 Schadensereignissen waren 181 mal Brände zu löschen, 107 mal technische Hilfeleistungen nach Unfällen auf Straßen, Autobahnen und Eisenbahnstrecken zu erbringen.  64 mal waren Wasser- und Sturmschäden zu beseitigen. Hochwassereinsätze an Oder und Elbe wurden ebenfalls erfolgreich gemeistert. Bei weiteren 31 sonstigen Einsätze waren Personen oder Tiere aus Notlagen zu befreien oder es waren andere Hilfsmaßnahmen erforderlich. Es galt aber auch Vermisste zu suchen und leider auch Tote zu bergen. In 18 Fällen wurde die Feuerwehr grundlos alarmiert.

 

Zusätzlich kamen die Ortsfeuerwehren auch außerhalb des Amtsgebietes zum Einsatz. Sie halfen in den Nachbarämtern und außerhalb des Landkreises. U. a. war auch in Pasewalk, Löcknitz und Penkun überörtliche Hilfe gefragt und willkommen.  Ebenso erhielten wir von dort, bei Bedarf, völlig unkompliziert und schnelle Hilfe und Unterstützung. Unabhängig von Verwaltungsstrukturen arbeiten die Feuerwehren nach dem Motto:

„In der Region – für die Region – wir helfen gemeinsam!“

 

Die Erfüllung der vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren, das Kennen und die sichere Beherrschung der Technik und Ausrüstung, sowie der taktisch - technisch richtige Einsatz erfordern eine umfangreiche und gründliche Ausbildung, sowie eine laufende Fortbildung. Grundsätzlich erfolgt die Ausbildung in allen Feuerwehren innerhalb der gesamten Bundesrepublik einheitlich und stufenweise, auf der Basis der Feuerwehrdienstvorschriften.. Sie beginnt mit der allgemeinen Grundausbildung in der  jeweiligen Ortsfeuerwehr, wird als spezielle Grundausbildung (s. g. Truppmannlehrgänge) auf „Amtsebene“ fortgeführt und kann anschließend auf „Kreisebene“ bzw. an der Landesfeuerwehrschule  erweitert werden. Sie erstreckt sich insgesamt über einen längeren Zeitraum – UND - ständig kommt Neues hinzu.

 

Angehörige der Amtsfeuerwehr nahmen bisher an über 1400 Ausbildungsmaßnahmen teil.  Durchschnittlich, drückte jeder über 5 mal die Schulbank.  Neben den umfangreichen Maßnahmen auf „Amtsebene“, wurden ca. 600 Lehrgangsplätze auf „Kreisebene“ und über 70 an der Landesfeuerwehrschule belegt. Auch diverse Sonderlehrgänge wie „Brandbekämpfung“, „Unfallschutz“, „Führen von Motorkettensägen“, „patientengerechte Unfallrettung“,  „1. Hilfe“, „Fahrsicherheitstraining“, „Gefahrgut“ und „Technischen Hilfe bei LKW-Unfällen“ wurden erfolgreich absolviert.

(Fortsetzung folgt)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Feuerwehrgeschichte und Geschichten aus der Feuerwehr!