20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft und Sälzerfest in Salzkotten

28.03.2013

Gleichzeitig feierten Salzkottener und Brüssower am Wochenende vom 22.März bis 24.März 2013 das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft und das Sälzerfest in der nordrheinwestfälischen Stadt Salzkotten. Fast 50 Brüssower Gäste waren angereist und wurden im Sitzungssaal des Rathauses durch den Bürgermeister Michael Dreier empfangen. Wie so oft fanden sie herzliche Aufnahme bei Gastfamilien.

Nach einem Imbiss im Ackerbürgerhaus fiel der Startschuss  zu  einem Nachtwächterrundgang mit Beate von Sobbe. Die Brüssower lernten bei einem kurzen Rundgang durch die Stadt unter anderem die Pfarrkirche St. Johannes und das Ackerbürgerhaus näher kennen. Beim westfälischen Abend im Ackerbürgerhaus hatten danach alle die Möglichkeit, sich von den eisigen Temperaturen im Freien aufzuwärmen.

Am Samstag war das Ereignis des Tages die Besichtigung der Privat – Brauerei Strate in Detmold. Die drei Damen der Brauerei, konnten laut Wahl der Bierexperten Deutschlands mit dem „Detmolder Thusnelda“ den Titel“ Bier des Jahres 2013“ erwerben und ließen es uns als Gäste natürlich verkosten. Bevor es weiterging, kam für die Delegation eine Haxe auf den Tisch.

Die Besichtigung des Fürstlichen Residenzschlosses Detmold stand als nächster  Punkt auf der Tagesordnung. Bis auf die privat genutzten Räume der Fürstenfamilie konnte dieses bei einer Führung besichtigt werden. Besonderen Eindruck hinterließen der Rote Salon, der Ahnensaal, Elisabethsaal, sowie das Jagd- und Königszimmer.

Da es bei diesem Salzkottenbesuch viele Brüssower gab, die die Partnerstadt selbst noch nicht kannten, war eine Stadtrundfahrt durch Salzkotten genau das Richtige. Ein kurzer Stop an der Brüssower Straße erfolgte, der Partnerschaftskreisel, das Baugeschehen in der Stadt wurden durch den Bürgermeister Michael Dreier erläutert und gezeigt.

Der Partnerschaftsabend  am Samstag in der Schützenstube der Sälzerhalle Salzkottens brachte einige Überraschungen für alle Anwesenden.

Der Begrüßung durch den Salzkottener Bürgermeister Michael Dreier folgten Grußworte des Brüssower Bürgermeisters und Amtskollegen Michael Rakow, des Amtsdirektors Detlef Neumann, von Pfarrer Matthias Gienke und Chormitglied Margit Glowe, bevor Michael Dreier und Michael Rakow als Bürgermeister der Städte, Detlef Neumann als Amtsdirektor und Konrad Rump als Amtsvorgänger von Michael Dreier und Begründer der Städtepartnerschaft  zur Unterzeichnung der Jubiläumsurkunde der Partnerschaft nach 20 Jahren schritten.

Brüssow hatte alles daran gesetzt, für den Bürgermeister Michael Dreier  ein DDR – Kult – Moped „Schwalbe“ zu besorgen und zu  restaurieren, wie er es sich einst gewünscht hatte. „Alle im Rathaus hatten davon gewusst, nur er nicht“, so die Salzkottener Insider. So war es eine besondere Überraschung für ihn. Nach einer „theoretischen Prüfung“, musste dann auch die praktische Fahrprüfung durch ihn bestanden werden.

Gisela Müllenhagen überreichte an Konrad Rump als Mitbegründer der Partnerschaft eine Jubiläumsurkunde, eine Jubiläumstorte tat ihr übriges.

 

Salzkotten aber hatte für diesen Abend die Singgemeinschaft, die Tanzgruppe der Kolpingsfamilie zur Programmgestaltung  mit einbezogen, so dass es ein besonderer Abend für alle wurde. Besonders erfreulich, dass auch die Gastfamilien daran teilhatten.

Am Sonntag, dem 24.März wurde das Sälzerfest mit einem Gottesdienst in der St. Johanneskirche eröffnet.

Unter dem Motto: “Wasser marsch“, sollte die Salinensaison eröffnet werden, doch ließen die Temperaturen nur ein symbolisches Drehen des Wasserrads mit dem Schirmherrn Michael Rakow zu, da es eingefroren war. Vor dem eiskalten Wind flohen Organisatoren und Gäste in die Schützenstube der Sälzerhalle, wo die Bläser sie erwarteten. Verkaufsoffener Sonntag entlang der Langen Straße, Tanzaufführungen, Bücherflohmarkt und viele andere Attraktionen  erfreuten an diesem Tag alle Gäste.

Die Sälzerpfanne aber wurde 2012 zum 10. Sälzerfest zum ersten Mal neben dem Kütfelsen angeheizt, um in die Geschichte der Sälzerstadt einzutauchen. Am Nachmittag hatten sie in der großen Siedepfanne bereits 80 Liter Wasser zu Salz versiedet.. Die fünfstündige Heimreise ließen die Brüssower sich nicht lang werden.

H.R.