In der Brüssower chronik geblättert

Brüssow, den 17.02.2011

Von Wilhelm Gustav Hermann Biechtler, geboren am 03. Juli 1829 in Potsdam, gestorben am 20. Mai 1897 in Prenzlau wurde die Chronik der Stadt Brüssow verfasst, die im Jahre 1906 von Schünemann im vincent-Verlag in Prenzlau verlegt wurde.

Biechtler war viele Jahre in Brüssow als Hauptlehrer tätig und mit Auguste Gieseke aus Brüssow verheiratet.

In der Chronik heißt es:

In der Geschichte der Mark Brandenburg von Mörschel, erschienen 1786, wird auch brüssow erwähnt. Herzog Barnim IV. von Pommern hatte im Anfange der Unruhen, welche durch das Auftreten des falschen Waldemar unser Vaterland trafen, verschiedene Orte der Uckermark erobert.

Von diesen überließ der Markgraf Ludwig der Römer, seit 1356 Kurfürst, dem Herzoge von Pommern Angermünde, Schwedt, Stolpe, Gramzow und Brüssow, bekam dagegen Boitzenburg, Greiffenberg und Jagow zurück.

Es ist dies das Jahr, in welchem der falsche Waldemar zu Dessau eine Verzicht-Urkunde ausstellte, als er aus der Mark hatte weichen müssen.

Unter der Herrschaft der Luxemburger wurde auf Befehl Kaiser Karl IV. von 1375 - 1377 ein Landbuch ausgearbeitet, in welchem es heißt:

"Die Mark Brandenburg wird in 3 Hauptteile abgeteilt, nämlich in die Mark jenseits der Elbe, in die Mittelmark und die Mark jenseits der Oder."

Weiterhin heißt es:

"Die Mittelmark wird wegen ihres großen Umfanges in neun kleinere Distrikte abgeteilt:

Lebus, Barnim, Zauche, Teltow, Havelland, Glyn, Prignitz, Grafschaft Lindow und Uckerland.

Im Uckerlande werden folgende Städte und Festungen gefunden:

Premsla, Templin, Boyzenburg, Strasburg, Zehdenick, Fürstenwerder, Torgelow, Gransee.

Löckenitz, Greiffenberg, Gierswalde, Potzlow und Fredenwalde.

- Pasewalk, Wolfshagen, Jagow, Bismarow, Angermünde, Brüssow, Stolpe Schwedt - diese acht Orte werden von Pommern behauptet und besessen."